Die Kommentare unter Artikeln sind immer am interessantes - hier ein Ausschnitt bzw. Beispiel.
Juergen SW.
Man muss kein Putin-Fan sein, aber Putin-Drechschleuder muss man auch nicht werden. Wenn Journalisten Putin ständig mit den diffamierenden Begriffen wie Killer, KGB-Agent, Gangster, Menschenrechtsverletzer, Mörder u.v.m. verunglimfen, steckt ein Kalkül dahinter, und zwar den Staatsoberhaupt eines anderen Landes als Bösewicht darzustellen. Allerdings alle, die mit dem Finger auf Putin zeigen, haben selbst Dreck am Stecken und Blut an den Händen. Damit hat Trump völlig recht.
Antwort v. Benedikt K. auf Juergen SW.
Naja Moment, wollen Sie sagen, in Russland werden nicht dauernd Oppositionelle und Journalisten ermordet bzw Putin wäscht seine Hände in Unschuld? Wollen Sie behaupten, Putin war nicht KGB Offizier (laut eigener Aussage war er das) und FSB-Chef, bevor er von Jelzin zum Premier befördert wurde, als Gegenleistung für das "Auffinden" von Sextapes eines missliebigen Staatsanwaltes? Wollen Sie behaupten, Russland halte sich mehr an die Menschenrechte, als die USA oder Deutschland? Nur weil es dort keine unabhängigen Medien, Staatsanwaltschaften oder opositionelle Parteien gibt, die so etwas halbwegs glaubwürdig öffentlich machen können?
Antwort v. Juergen SW auf Benedikt K.
An @Benedikt K. Whataboutism ist eine gute Taktik, die Sie hier anwenden. Mit dem erwähnten Verfehlungskatalog reflektieren Sie auf jahrelang betriebenen systematische Versuche den russischen Präsidenten zu dämonisieren. Dieser Diskurs über Richtig und Falsch ist mit Glaubenskriegen vergleichbar und lässt sich im Rahmen des Forums gar nicht zu Ende führen. Trotzdem möchte ich meine Ansicht betonen, dass auch wenn Putin ein Übel darstellt, dann ist er ein kleineres Übel. Die echten Verbrecher sitzen woanders, darüber ist Trump schon informiert.
Antwort Christoph H. auf beide Kommentare von Benedikt K.
Warum differenzieren Sie nicht sauberer? Niemand behauptet, dass Putin ein Unschuldslamm ist - da sind wir völlig einer Meinung. Sie sprechen von unabhängigen Medien, z.B. in Deutschland und den USA. Nahezu alle größeren Tages-/Wochenzeitungen sowie Magazine in unserem Land befinden sich in der Hand von wenigen Medienhäusern (teilweise z.B. sogar der SPD gehörend), die wiederum im Besitz von kaum in Erscheinung tretenden Großfamilien, Witwen etc. sind. Wer davon ausgeht, dass diese Publikationen völlig neutral und frei von jeglichen Interessen berichten, der glaubt auch an das Sandmännchen und hat alleine die letzten Monate der oft und immer noch einseitigen politischen Berichterstattung komplett verschlafen. Von den öffentlich-rechtlichen Sendern (ARD, ZDF, WDR, DLF etc.) wollen wir dabei gar nicht mehr reden, da ist es nun wirklich mehr als offensichtlich. Auch das verwundert nicht, wenn man um die dahinter stehenden Strukturen weiß (Rundfunkräte etc.). Man muss, um es mit den Worten des Initialposters zu sagen, kein Fan von Putin sein. Aber man sollte auch erkennen, dass aktuell aus bestimmten Kreisen gewaltig Stimmung gegen ihn und Russland gemacht wird.
Quelle:
https://www.welt.de/politik/ausland/article161832961/Trumps-USA-Russland-Vergleich-entsetzt-sogar-die-Republikaner.html#Comments
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